GGB

Ziel und Zweck der GGB

Die GGB (Gesellschaft für Studentengeschichte und studentisches Brauchtum e.V.) dient heute dazu dem CV und seinen Mitgliedern bei Fragen zur Geschichte, Heraldik etc. behilflich zu sein. Die beiden am meisten genutzten Veröffentlichungen sind das CV-Handbuch und das CV-Liederbuch. Damit nimmt jeder CVer die Arbeit der GGB in Anspruch. Für Anregungen und über eine aktive Mitarbeit freut sich die GGB.

Die laufende Arbeit der GGB, die heute etwa 80 Mitglieder zählt, erledigt der Ständige Ausschuss, der regelmäßig tagt. Die Mitgliederversammlung findet jeweils im Rahmen der Cartellversammlung statt.

Entstehen der GGB

Die GGB hat sich aus dem CV-Archiv sowie aus dem Brauchtums-Ausschuss der 66. C.V. 1952 (Berlin) entwickelt. Erster Vorsitzender wurde Gaston Holl, Johannes M. Hausladen (Ae) und Ernst Lodermeier (Tfs) wurden als persönliche Mitglieder bestellt. Dazu kamen der jeweilige Vorortspräsident und sein Vorgänger. Um die Parität zwischen Aktiven und AHAH zu wahren, sollte die erste CV-Verbindung einen Vertreter bestellten. Dies wurde 1954 Anton Michl (Ae); ihn löste 1961 sein Bbr. Alfons Brandl ab.

Auf Betreiben des damaligen CV‑Archivars, Pfarrer Johannes Michael Hausladen (Ae) beschloss der erweiterte Vorstand des CV in Stuttgart am 13. Oktober 1957, die „Gesellschaft für CV-Geschichte“ (jetzt: Gesellschaft für Studentengeschichte und studentisches Brauchtum e.V.) zu gründen. Diese Gesellschaft sollte nach den Beschlüssen der Cartellversammlung in zwei Abteilungen, nämlich für Geschichte und für Brauchtum, ihre geschichtspflegende Tätigkeit ausüben.

Gaston Holl behielt den Vorsitz bis 1961, dann löste ihn Ernst Lodermeier (Tfs) ab, der bis 1995

in der GGB mitarbeitete, den Vorsitz in der GGB 1982 an Paul Mai (Rup)

abgab, aber Leiter des Ständigen Ausschusses (StA) blieb. 1989 wurde Gerhard Meinl (Tfs)

Vorsitzender der GGB. Als Vorsitzender der GGB folgte für die Jahre 1994-2014 Werner Herold (Fs), der seit seiner Zeit als VOP (1963) mitwirkt. Seit 2014 ist Friedrich Albrecht

(Ae) der Vorsitzende der GGB und seit 2015 Stephan Bücker (RBo) Leiter des StA.

Es ist das große Verdienst Hausladens, dass er das CV-Archiv im wesentlichen ausgebaut und geordnet hat, große Teile davon in seinem Pfarrhaus in Grassau/Obby. über das Dritte Reich gerettet und anderes nach dem Krieg aus der Würzburger Festung zurückgeholt hat. Er gab schließlich den Anstoß dazu, die Gesellschaft für CV-Geschichte, den Vorläufer der GGB, zu gründen.

Der Name Ernst Lodermeier ist mit zahlreichen Veröffentlichungen zu Tradition und Brauchtum – vor allem aber mit dem CV-Handbuch verbunden. Er hat die 1. Auflage dieses Werks zu verantworten. Er hat die Autoren gesucht und getrieben, das Geld für den Druck besorgt und die Widerstände der selbsternannten Lektoren im CV gebrochen.

Paul Mai gehört zu dieser Trias weil er eine der – zumindest zahlenmäßig – produktivsten Phasen verantwortet und weil mit ihm CV-Archiv und GGB wieder zusammengefunden haben. Außerdem hat Paul Mai nach der deutschen Wiedervereinigung das von der Gestapo beschlagnahmte CV-Archiv-Eigentum, das über Düsseldorf, Berlin, die Sowjetunion und die DDR nach Potsdam gelangt war, ausgesondert, nach Regensburg geholt und dort erfasst.

Veröffentlichungen zur CV-Geschichte und zum Brauchtum

Eine erste Frucht der Bemühungen um die CV-Geschichte war ein von Ernst Lodermeier noch in der US-Zone herausgegebenes Heftchen „Geschichte des Cartellverbandes“.

Peter Stitzs Darstellung des akademischen Kulturkampfes in Band 1 der nach dem Krieg wieder zum Leben erweckten Schriftenreihe „Der weiße Turm“, erregte in Historikerkreisen beachtliches Aufsehen.

Es folgte mit Band 2 die von J. M. Hausladen und P. Stitz aufbereitete Darstellung der Geschichte des CV im Dritten Reich bis zu seiner Auflösung.

Später erschien nunmehr aus den Reihen der GGB bzw. ihrer Vorläufer eine Reihe von Veröffentlichungen, die als Handreichungen zu den Unterlagen der Cartellversammlungen herausgegeben wurden. Sie betrafen ein CV-Werbeblatt (1955), Farbentragen, Kneipcomment, Convent und Conventgeheimnis, Begrüßungs­protokoll (1963), Farben in Fahnen und Wappen, Farbatlas (1965), Abiturienten-Merkblatt (1973), Dokumentation zur Farbenfrage (1974). Sie bildeten später das Grundgerüst für die 1. Auflage des CV-Handbuches.

Die GGB hat 1978 die 1. Auflage des CV-Handbuches herausgegeben, das 1990 in 2. Auflage und 2000 in 3. Auflage erschien.

Ergänzend zu Band 2 des Weißen Turms hat die GGB den Opfern des CV während der Zeit des Nationalsozialismus in „Widerstand und Verfolgung“ 1983 ein Denkmal gesetzt.

Die Gefallenen im Krieg von 1939 bis 1945 wurden in „Unsere Toten im II. Weltkrieg“ 1989 zusammengestellt. Das Verzeichnis ist beim Altar für den seligen P. Rupert Mayer (Tt, Ae, Gu) in St. Peter und Paul Marburg niedergelegt.

Für ein Gesamtverzeichnis zur Zeit des Verbotes wurde umfangreiches Material gesammelt. Die Umstände der Verbotszeit aber verhindern eine lückenlose Zusammenstellung; es musste bei einer Zusammenstellung der Receptionen zwischen 1931 und 1938 bleiben.

Die Zeit der Wiederbegründung des CV wurde in der 2. Auflage des CV-Handbuches beschrieben. Die gesamten Materialien dazu, die von den Mitgliedern des Ständigen Ausschusses der GGB zusammengestellt wurden, finden sich in der Festschrift zur Cartellversammlung 1986 in München – 130 Jahre CV.

Zum CV-Handbuch hat die GGB eine Farbenliste der Verbindungen des CV erstellt, die teilweise dem CV-Handbuch beigebunden ist, aber auch separat vertrieben wird.

Zur Pflege des studentischen Liedgutes wurden mit Unterstützung von Prof. Josef Zilch (R-F) und Dr. Joseph Esser (AlBo + 1978) CV‑Liederbücher mit und ohne Noten (1981) sowie mit Klavierauszügen für den Bierorgler (1985) herausgegeben. Die Sammlung der Bundeslieder und Farbenstrophen der CV-Verbindungen wurden 2001 herausgegeben.

Die Geschichte des CV im Rahmen der politischen Historie stellt die Datensynopse dar, die 1994 fertig wurde.

Derzeit arbeitet die GGB an einem Lexikon bedeutender CVer; der 1. Band soll Bischöfe und Äbte aus den Reihen des CV vorstellen.

 

 

 

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