130 Jahre: Bergischer Zirkel feierte bei Vorortsübergabe

Der Bonner Vorort: Ein letztes Mal mit der CV-Standarte unterwegs.
Der neue Vorort noch im Wartestand.
David Dekorsi (Nv) dankt dem Festredner Harald Rubner.
David Dekorsi (Nv) und Simon Postert (H-RG) bei der Übergabe der CV-Standarte.
Nach der Übergabe der Standarte übernahm der neue Vorort die Kommersleitung.
Mit Begeisterung sangen die Cartellbrüder die Kommerslieder.

Wie schön ist es, wenn man im Cartellverband gleich zwei Ereignisse auf einmal feiern kann. 180 Cartellbrüder und Gäste hatten in Bergisch Gladbach viel Freude.

Das ehemalige Priesterseminar des Erzbistums Köln, das Kardinal-Schulte-Haus in Bergisch Gladbach bot den gelungenen Rahmen für ein großes CV Fest. Der Bergische Zirkel freute sich über sein 130-jähriges Bestehen und der Cartellverband über den neuen Vorort. Der Zirkelvorsitzende Clemens Woll und seine Mannschaft begrüßten die 180 Gäste, die sich nach einem Begrüßungsempfang zum Festkommers einfanden.

Dort begann der bisherige Bonner Vorort unter der Leitung von David Dekorsi (Nv), der mit seinen Conchargen zum letzten Mal mit der Standarte des Cartellverbandes in den Saal einzog. Die aktiven Studenten und die Alten Herren sangen mit großer Freude die traditionellen Kommerslieder. Dekorsi fand nachdenkliche Worte als er auf das in unserer Gesellschaft zu oft im Dunkelfeld behandelte Problem von Depressionen aufmerksam machte, die nicht nur ältere Menschen, sondern auch Studenten belasten können. In der Zeit der Corona-Pandemie habe sich dies Krankheitsbild noch verstärkt verbreitet.

Nachdem die Standarte feierlich den Besitzer gewechselt hatte, lag die Kommersleitung in den Händen des neuen Vororts. Der setzt sich nun für ein Jahr aus Cartellbrüdern aus Gießen und Fulda zusammen. Simon Postert (HR-G), dem neuen Vorortspräsidenten, war die Freude über die neue Aufgabe ebenso ins Gesicht geschrieben, wie den übrigen Mitgliedern des Vororts.

Clemens Woll brachte die Begeisterung darüber zum Ausdruck, dass nicht nur die Verbandsleitung des Cartellverbandes sondern auch die Vertretungen von 54 Verbindungen den Weg nach Bergisch Gladbach gefunden hatten. Launig berichtete er aus der Geschichte des Zirkels. Er hob die große Bedeutung gerade für die Cartellbrüder hervor, die aus anderen Gegenden ins Bergische ziehen und mit dem Zirkel dann gleich auf einen intakten Freundeskreis treffen. „Meldet Euch bei Euren Ortszirkeln an“, war deshalb auch sein Appell an die Studenten und alle Alten Herren, die noch nicht vor Ort organisiert sind.  

In der Festrede des Kommerses ging es um ein hochaktuelles Thema. Harald Rubner, Managing Director & Senior Partner der Boston Consulting Group sprach über die Energiekrise und ihre Folgen für die Wirtschaft. Der Vorsitzende der Kölner Diözesangruppe des Bundes Katholischer Unternehmer befürchtet, dass es ein Jahrzehnt lang dauern werde, um sich aus den Folgen der Energieabhängigkeit von Russland befreien zu können. Das Umstand, dass Russland nicht nur bei Gas, sondern auch bei Kohle und Öl einen Großteil der Lieferungen an Deutschland ausgemacht habe, zeige unsere aktuelle „Loose-Loose Situation“.   

Nach einer Heiligen Messe am Sonntag klang die Doppelfeier gemütlich aus und viele gute Erinnerungen an schöne Stunden im Cartellverband wurden ausgetauscht.

Fotos: Wullhorst (S-T)