CV gedenkt 75. Todestags des "Löwen von Münster"

Am 22. März 2021 jährt sich der Todestag des früheren Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen zum 75. Mal. Der als "Löwe von Münster" über die Grenzen Deutschlands bekannte Theologe starb an den Folgen eines Blinddarmdurchbruchs im Anschluss an eine Reise nach Rom, während der er vom damaligen Papst Pius Xll in das Kardinalskollegium aufgenommen worden war. Graf von Galen, seit 1933 Bischof von Münster, gilt als einer der bedeutendsten Exponenten des deutschen Episkopats in der Auseinandersetzung der katholischen Kirche mit dem Nationalsozialismus. Er war ein konsequenter Verfechter von Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde gegenüber der Rassenideologie und dem Totalitätsanspruch des Naziregimes. Bekannt ist vor allem Graf von Galens Predigtreihe vom Sommer 1941, in der er das rechtlose Treiben der Gestapo und die als "Euthanasie"-Maßnahmen getarnten Mordaktionen des Hitler-Regimes brandmarkte.

Bischof Clemens August Graf von Galen, selbst passionierter Jäger, erhielt im Juni 1936 die Ehrenmitgliedschaft der heute an der Universität Göttingen beheimateten Forstverbindung Rheno-Guestfalia im CV. Die aktive Verbindung hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auflösen müssen und existierte nur noch als Altherrenverband.

Dr. Claus-Michael Lommer, Vorsitzender im CV-Rat: "Cartellbruder Graf von Galen wird von den Historikern unterschiedlich bewertet, dennoch ist er mit seinem kompromisslosen Einsatz gegen ein Regime, das die Menschenreche und- würde eklatant mißachtet hat, für unsere Generation ein Beispiel. Nicht umsonst wurde er im Jahr 2005 durch unseren Cartellbruder Papst Benedikt XVI. im Jahr 2005 seliggesprochen. Der Cartellverband verneigt sich in Hochachtung vor dieser Persönlichkeit des deutschen Episkopates und ist stolz darauf, diesen mutigen Seelsorger in seinen Reihen zu wissen.“

Mit cartellbrüderlichen Grüßen

Dr. Claus-Michael Lommer (R-Bl, Tt, GEl)