Demokratie braucht Sachlichkeit

Für eine argumentative Auseinandersetzung mit dem autoritären Populismus.

Erklärung des CV-Rates anlässlich der 35. Medientagung des CV in Kloster Banz.

"Demokratie in Gefahr: Welche Macht hat der autoritäre Populismus?", lautete das Thema der 35. Medientagung des Cartellverbandes der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen (CV), die vom 10.-12. November 2017 im Bildungszentrum Kloster Banz der Hanns-Seidel-Stiftung statt fand. Dazu gab der Vorsitzende im CV-Rat, Dr. Heiner Emrich, folgende Erklärung ab:

"Die Auseinandersetzung mit dem Populismus, der keineswegs nur in einer einzigen Partei zu finden ist, darf nicht selbst populistisch sein, sondern muss argumentativ geführt werden. Demokratie braucht Sachlichkeit.

Gleichzeitig muss sie so bürgernah wie möglich vermittelt werden. Wir sollten nicht die Wähler der Populisten bekämpfen und deren oftmals berechtigte Fragen und Ängste nicht überheblich hinterfragen, sondern sie einfach beantworten. Provokateuren und Polemisierern, die nur Fragen stellen, aber keine Antworten geben können, wird nur durch eine selbstbewusste und sachliche Auseinandersetzung der Nährboden entzogen.

Es müssen daher sachliche Stellungnahmen erfolgen und Hinweise auf das, was schon längst geschehen ist und wie es sich ausgewirkt hat. Dabei sind die Populisten in die Auseinandersetzung einzubeziehen. Wenn sie selbst eingebunden sind und entsprechend auch versuchen müssen, Lösungen zu finden oder klarzustellen, warum bisherige Lösungsversuche nicht zum Erfolg geführt haben, wird ihnen die Möglichkeit genommen, einfach nur Obstruktion zu betreiben. Demgegenüber bestätigt eine Ausgrenzung den Wählern und Sympathisanten dieser Populisten lediglich, dass ihre Anliegen doch nicht ernst genommen werden."