Gemeinsam studieren muss wieder möglich sein

Katholische Studenten wünschen sich eine schrittweise Rückkehr zur Präsenzlehre an den Universitäten

Der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) plädiert für eine schrittweise, den jeweiligen Bundesländer-spezifischen Corona-Verordnungen angepasste Rückkehr zur Präsenzlehre an den deutschen Hochschulen. So richtig die Umstellung des Studienbetriebes auf eine umfassende digitale Wissensvermittlung in der ersten Phase der Corona-Pandemie gewesen sei, so der katholische Studenten- und Akademikerverband, so notwendig seien nun konkrete Schritte hin zu einer persönlichen Begegnung Hochschullehrer/-in und den Studenten und Studentinnen in Lehre und Forschung.

Trotz vieler positiver Erfahrungen des Online-Betriebes sind aus der Sicht des Cartellverbandes nicht alle Studieninhalte digital umsetzbar. Dies gelte vor allem für die Studienfächer, in denen das Experiment im Labor, die Literaturrecherche in der Bibliothek und die praxisorientierte Begegnung in Praktika wesentliche Lerninhalte vermittle.

Dem Cartellverband geht es bei seinem Anliegen aber nicht nur um die reine Wissensvermittlung. „Als Mitglieder einer katholischen Studentenverbindungen verstehen sich unsere Studenten - aber auch ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen - als eine Gemeinschaft, die im gemeinsamen Lernen, der Diskussion des Lehrstoffes, aber auch im spontanen Zusammenkommen und Gedankenaustausch den hohen Wert der persönlichen Begegnung sehen.“, so der CV-Rats-Vorsitzende Dr. Claus-Michael Lommer. Aus seiner Sicht sollten die Erkenntnisse der Politik zum Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht der allgemeinbildenden Schulen in Deutschland nun auch für die Hochschulen in Deutschland umgesetzt werden: die vorsichtige, selbstverantwortliche, aber auch zielorientierte Rückkehr zur Präsenzlehre.