Neujahrsgruß des CV-Ratsvorsitzenden

Liebe Cartell- und Bundesbrüder,

das Neue Jahr 2022 ist wenige Stunden alt. Manche von uns werden aufgrund persönlicher Erfahrungen, erlittener Verluste und seelischer Schäden der vergangenen Monate voller Skepsis für die nahe Zukunft sein.

Blicken wir aber mit Vertrauen und Zuversicht in das kommende Jahr und versuchen wir  aus den Erfahrungen Lehren zu ziehen.

Wir gehen in das dritte Jahr unter den Einschränkungen der Pandemie. Tragen wir durch unser persönliches Verhalten dazu bei, dass sich alle Menschen in unserem Land wieder frei und ohne Einschränkungen in Beruf und Freizeit bewegen können. Setzen wir der persönlichen Freiheit da eine Grenze, wo ich beginne die Freiheit meines Mitmenschen zu schmälern. Nur so wird es möglich sein, dass wir in der Gesellschaft, in den Verbindungen und CV-Zirkeln wieder ein aktives Gemeinschaftsleben führen können.

Digitalisierung und virtuelle Begegnung haben dazu beigetragen, den Kontakt zu den Bundesbrüdern zu erhalten, auch alte, brachliegende Verbindungen wieder mit Leben zu erwecken, aber die persönliche Begegnung auf dem Haus oder beim Zirkel sind dringend notwendig, um einerseits das persönliche Band über die Generationen hinweg zu festigen, andererseits nachhaltig junge Menschen für unsere Verbindungen begeistern und das Gefühl der lebendigen Gemeinschaft vermitteln zu können.

CVer zu sein, bedeutet für einen bestimmten Wertekanon unter den Prinzipien Scientia, Religio, Amicitia und Patria einzustehen. Unsere offen getragenen Farben sind Bekenntnis und Auftrag. Es wird eine wesentliche Aufgabe der Verbandsleitung in diesem und den kommenden Jahren sein, unsere Position als katholischer Akademikerverband genau zu bestimmen. Wir müssen dem CV ein Gesicht nach Außen und Innen geben, indem wir uns zu gesellschafts- und hochschulpolitischen sowie kirchlichen Themen klar und hörbar äußern. Mit dem hochkarätigen Netzwerk der Cartell- und Bundesbrüder könnten wir auf belastbaren Fakten Positionen erarbeiten. Es gilt die Welt und die Sprache unseres Nachwuchses zu verstehen, damit wir die jungen Menschen ansprechen, das Interesse für unsere Verbindungen, für das Leben in einer katholischen Gemeinschaft, für den CV in toto wecken und so unser Fortbestehen sichern können.

Das bedeutet für uns, die wir in der Verantwortung stehen, aber auch für Euch in den Verbindungen und Zirkeln Begeisterung und Arbeit. Viriliter agite! Machen wir uns dran.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Euren Familien ein gutes, ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2022.

Euer

Claus-M. Lommer (R-Bl)