Sozialisation und Integration verbessern

CV-Ratsvorsitzender Claus-Michael Lommer (R-Bl).

Cartellverband fordert mehr Respekt gegenüber dem Staat, der Polizei und den Rettungskräften.

„Angriffe auf Polizeibeamte und Feuerwehrleute in der Silvesternacht in Berlin-Neukölln und anderen Städten in Deutschland machen einmal mehr deutlich, dass in bestimmten Bereichen der Gesellschaft der Respekt vor dem Staat und seinen Institutionen zunehmend schwindet. Nicht nur die Politik auch wir als Zivilgesellschaft sind gefordert, diesen Erscheinungen entschieden entgegenzutreten und Lösungen zu finden, damit die Probleme nicht weiter eskalieren.“ Das betont der Vorsitzende im CV-Rat des Cartellverbandes der katholischen Deutschen Studentenverbindungen, Claus-Michael Lommer.

Vor allem müsse die politische Debatte in einem offenen Diskurs geführt werden und berücksichtigen, dass sowohl deutsche Jugendliche als auch junge Menschen mit Migrationshintergrund an diesen Gewaltausbrüchen beteiligt waren. Es sollten auch denjenigen, die auf eine erkennbare Integrationsproblematik hinwiesen, nicht gleich Rassismus unterstellt werden. Vielmehr müsse die Gesellschaft gute Lösungen finden, „wie junge Menschen, deren Sozialisation in der eigenen Familie schwierig verlaufe, dennoch auf einen positiven Weg geführt werden können“. Hier sei es Aufgabe von Schulen und Jugendzentren, das Wertebild unserer Zivilgesellschaft zu vermitteln und sie für ein Engagement für unser Gemeinwesen zu gewinnen.

Um das zu erreichen, könne, so Lommer, möglicherweise auch ein Soziales Pflichtjahr helfen. „Junge Menschen, die eine Zeitlang in einer Hilfsorganisation oder im Rettungswesen selbst tätig gewesen sind, lernen das dortige Engagement wertzuschätzen. Sie werden dann sicher nicht mehr Gewalt gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solcher Hilfsdienste ausüben.“