Schon seit 1868 gibt der Cartellverband mehrmals im Jahr schriftliche Informationen heraus, die allen Mitgliedern postalisch zugestellt werden. Die ACADEMIA erschien erstmalig am 20. Mai 1888. Die Zeitschrift behandelt aktuelle wissenschaftliche, religiöse, gesellschaftliche und politische Fragestellungen und informiert über das Leben in den Verbindungen und Organisationen des Verbandes.

Die vergangene Ausgaben liegen zur Einsicht im Online-Archiv; hier ist die aktuelle Ausgabe:

 

ACADEMIA ist die Zeitschrift des Cartellverbandes. Sie erscheint in sechs Ausgaben pro Jahr und umfasst in der Regel 64 Seiten. ACADEMIA wurde 1888 gegründet, es dauerte aber einige Jahre, bis sie als das Organ des Cartellverbands fungierte. Heute ist sie der wesentliche Ort, an dem Themen vorgestellt und diskutiert werden, die Cartellbrüder und die Gesellschaft betreffen. Der grundlegend positive Zugang zur Wirklichkeit, der gerade die katholische Akademikerschaft prägt, sollte sich auch in der Gesellschaft zu Wort melden. Ganz in diesem Sinne ist die Redaktion überzeugt, dass es möglich ist, die Potentiale des katholischen Korporationswesens in der Form des Cartellverbandes öffentlich zu zeigen und in aller Zeitgebundenheit dafür zu werben.

Was die Themen angeht, die in unserer Zeitschrift Platz finden, so ist die Mischung der Themen aus den Verbindungen sowie der Themen, die vom Verband ausgehen, immer im Blick zu behalten. Wir streben nach Vielfalt. ACADEMIA ist vor allem aber auch ein offener Raum für die Meinungsbildung in unterschiedlichen Fragen der Politik, der Gesellschaft, des Glaubens bis hin zu Fragen der Lebensgestaltung. Zumeist können Themen nur exemplarisch gesetzt werden. Das in den vergangenen Jahren gesteigerte Interesse an unserer Zeitschrift, das zahlreiche Cartellbrüder sowie auch Nicht-Cartellbrüder wiederholt bekunden, stützt sich auf diese Mischung in Vielfalt: einerseits ist es das Themenspektrum, das sich unseren Prinzipien verpflichtet weiß, anderseits ist es die Rückbindung der ACADEMIA an die Wirklichkeit, an die Notwendigkeiten und Stärken des Verbandes. Die Texte, die die gesellschaftliche Wirklichkeit insgesamt betreffen, umfassen die Berichterstattung über den Verband und die Verbindungen. Die ansprechende grafische Gestaltung ist die optische Klammer für alle Themen.

Insgesamt strebt die Redaktion kleinteiligere Formate an, auch wenn im ersten Drittel der jeweiligen Ausgabe der vertieften Darstellung relevanter Themen erheblich Platz eingeräumt wird. Zahlreiche Themenanregungen werden während der Redaktionskonferenzen generiert und engagiert diskutiert. Maßgebliche Themen werden auch von außen an die Redaktion herangetragen und dann von Mitgliedern der ACADEMIA-Redaktion bearbeitet und umgesetzt. Die Berichterstattung aus den Verbindungen kann angesichts der unübersehbaren Aktivitäten dort immer nur sporadisch sein. Wir möchten möglichst keine referierende Berichterstattung über Veranstaltungen bieten, sondern die aktiveren und kommunikativeren Formate wie Interviews, Statements, zum Beispiel in der Form von Kästen etc. fördern. Es ist zu begrüßen, dass alle Entscheidungen, die mit der inhaltlichen Gestaltung einhergehen, stets in der Kritik stehen.

Über alledem ist zu bemerken, dass sich die Kommunikationsgewohnheiten in der Gesellschaft verändern. Junge Cartellbrüder suchen ihre eigenen Ausdrucksstile, die wir verstärkt einbinden möchten. Allerdings gilt weiterhin: ACADEMIA schafft viele Verbindungslinien zwischen Cartellbrüdern und ist ein wichtiges Kontaktinstrument für Cartellbrüder – im Sinne der Information, aber nicht zuletzt auch der echten Verbundenheit. Wenn viele Menschen an diesen kommunikativen Vorgängen teilnehmen, die nicht Cartellbrüder sind – umso besser!

Prof. Dr. Veit Neumann (Alm)